TRANS (2013-2025)

Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren begleitete ich gemeinsam mit meiner Partnerin, der Journalistin Beate Lakotta, junge Menschen, die sich als Mädchen empfinden, aber in einem Jungenkörper geboren wurden, und umgekehrt. Die Serie umfasst Porträts von etwa 30 Jugendlichen, die jüngsten waren zum Zeitpunkt der ersten Aufnahme elf Jahre alt, die ältesten sind inzwischen fast 30. In der Serie wollten wir den schwierigen Prozess des Einswerdens mit sich selbst sichtbar machen. Wahrscheinlich hat dabei geholfen, dass mir das Gefühl der Selbstablehnung nicht ganz fremd ist. 

Die Idee war, alle in möglichst regelmäßigen Abständen zu fotografieren. Mir geht es darum, die subtilen Veränderungen im Gesicht herauszuarbeiten. Ich setze bei allen ein vergleichbares, eher flaches Licht und fotografiere ohne Effekte. Meine Konzentration richtet sich vor allem auf den Ausdruck der Augen. Die Stärke liegt in der Einfachheit. Wer glaubt, das sei einfach zu machen, der täuscht sich.

Zu dem Projekt gehören ein Jugendbuch und eine Videodokumentation.

 

In Interviews berichten die Transmädchen und Jungen von Selbstablehnung und Selbstfindung, von Solidarität und Ausgrenzung, Freundschaft und Mobbing, von Erfahrungen mit Eltern, Geschwistern und der ersten Liebe.

 
Hier kann man eine Kurzversion des Interviewfilms sehen (Originallänge: 54 min.)

... und hier geht es zu einem Podcast vom Hessischen Rundfunk

   
trans*, Galerie Kornfeld | 68 projects, Berlin 2021