geboren 1936 in Landshut, arbeitete von 1957 bis 1965 als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf, bevor er nach New York ging, um Fotograf zu werden. 1970 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde mit Charakterstudien von Künstlern, Politikern und Prominenten der Kunst- und Geisteswelt bekannt. Mit der gleichen Intensität porträtiert er seit Jahrzehnten Tiere und Blumen. 




Als leidenschaftlichem Erforscher der Physiognomie geht es Schels darum, Wesen und Persönlichkeit eines Motivs in der Fotografie sichtbar zu machen. In fotografischen Serien und Langzeitprojekten etwa über Blinde, Menschen mit Behinderung, frühgeborene Kinder oder trans*-Jugendliche widmet sich Schels Extremsituationen des menschlichen Lebens. Für seine Serie, die Hospizpatienten kurz vor und nach ihrem Tod zeigt, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Hansel Mieth-Preis, den World Press Award, Eine Goldmedaille des Art Directors Club Deutschland und einen Lead Award.

Walter Schels lebt und arbeitet seit 1990 in Hamburg. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, seine Arbeiten sind Bestandteil bedeutender Kunstsammlungen und wurden in Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, unter anderem im Deutschen Hygiene Museum, Dresden, der DZ Bank in Frankfurt, der Wellcome Collection in London, C/O Berlin, dem Mori Art Museum, Tokio, dem Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt und der Pinakothek der Moderne, München.

"Walter Schels' Blick ist im höchsten Maße eindringlich, einfühlend und wahrt trotz aller Nahsichtigkeit (...) stets respektvolle Diskretion" F. C. Gundlach